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Nachhaltigkeit im Fokus

Nachhaltige Entwicklung bleibt unsere gemeinsame Aufgabe. Gerade in bewegten Zeiten.

Ein Versprechen, das wirkt. Heute und morgen.

Nachhaltige Entwicklung beschreibt das Versprechen, die Welt so zu gestalten, dass sie für uns und für kommende Generationen lebenswert bleibt.

Globale Krisen, gesellschaftliche Spannungen und wirtschaftlicher Druck dürfen nicht dazu führen, dass wir den Blick für eine langfristig resiliente und lebenswerte Welt verlieren. Dafür brauchen wir eine Entwicklung, die ökologisch tragfähig, sozial gerecht und wirtschaftlich sinnvoll ist

Von den Vereinten Nationen bis zur kommunalen Ebene wird zur Umsetzung mit Zielen und Strategien gearbeitet. Wir geben einen Überblick.

Unsere Arbeit basiert auf drei Säulen

Vernetzen

Wir fördern den Dialog zwischen Regionen und verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen.

Vermitteln

Wir bringen Wissen in die Praxis – verständlich, fundiert und praxisnah.

Stärken

Wir unterstützen Menschen und Institutionen dabei, wirksame Beiträge zur Nachhaltigen Entwicklung vor Ort zu leisten.

Video: Nachhaltigkeitsstrategien einfach erklärt

Wie wird eine nachhaltige Zukunft Wirklichkeit? Nachhaltigkeitsstrategien sind dafür entscheidend, sie dienen als Kompass für langfristiges Handeln. Unser Erklärfilm zeigt, wie solche Strategien funktionieren und wirken: auf globaler Ebene, in Deutschland, den Bundesländern und Kommunen.

Rahmenwerke für Nachhaltige Entwicklung

Agenda 2030

Mit der Agenda 2030 und ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) haben die Vereinten Nationen 2015 ein gemeinsames Versprechen abgegeben: Nachhaltige Entwicklung für alle Menschen weltweit. Dieses Ziel erreichen wir nur gemeinsam – durch Engagement auf allen Ebenen.

Die Agenda 2030 gilt als globales Rahmenwerk für eine ambitionierte und weltweite Nachhaltige Entwicklung. Beschlossen wurde sie im September 2015 von den Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen (United Nations, UN).

Im Kern der Agenda 2030 stehen ihre 17 globalen Nachhaltigkeitsziele, die Sustainable Development Goals (SDGs). Diese werden durch insgesamt 169 Unterziele weiter konkretisiert. Die Ziele umfassen ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte und denken diese zusammen – denn nur, wenn diese drei Dimensionen überall im Einklang stehen, können alle Menschen ein sicheres und würdiges Leben führen. Dabei gilt: die planetaren Grenzen setzen den Rahmen, in dem sich menschliches Handeln und Wirtschaften abspielen kann.

Die Agenda 2030 enthält zudem fünf Kernbotschaften als handlungsleitende Prinzipien: Mensch, Planet, Wohlstand, Frieden und Partnerschaft (im Englischen spricht man von den „5 P’s“: People, Planet, Prosperity, Peace and Partnership).

Geschichte und Hintergründe der Agenda 2030

Beschlossen wurde die Entwicklung der 17 SDGs auf der „Rio+20“-Konferenz im Jahr 2012. Obwohl noch keine konkreten Ziele ausformuliert oder beschlossen wurden, einigte man sich bereits auf Grundsätze, aus denen die thematischen Prioritäten der Nachhaltigkeitsziele hervorgingen.

Zur Überprüfung der Zielerreichung wurde im Juli 2017 ein Indikatorensystem eingeführt, welches über 200 Nachhaltigkeitsindikatoren umfasst. Diese werden kontinuierlich weiterentwickelt, angepasst, ergänzt und/oder ersetzt. Jährlich erscheinen auf Grundlage der ausgewerteten Indikatoren unterschiedliche Berichte zum Fortschritt der Zielumsetzung. Der aktuelle Bericht der UN hier.

Als „Deadline“ gilt das Jahr 2030, wobei zur Halbzeit der Agenda 2030 im Jahr 2023 noch viele offene Baustellen und teilweise sogar Rückschritte benannt wurden. Mehr zur Halbzeitbilanz hier.

Weiterhin gilt: Für eine zukunftsfähige Welt müssen wir gemeinsam an der Umsetzung der 17 Ziele arbeiten – von der Nation über die Kommunalverwaltung bis zum persönlichen Handeln.

Die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie

Deutschland hat sich zur Umsetzung der Agenda 2030 und ihrer 17 Ziele verpflichtet. Mit der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (DNS) legt die Bundesregierung den Kurs für nachhaltige Entwicklung fest und entwickelt ihn seither kontinuierlich weiter.

Erstmals beschlossen wurde eine Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie im Jahr 2002 unter dem Titel „Perspektiven für Deutschland“. Damit folgte Deutschland dem UN-Beschluss der Agenda 21, nationale Nachhaltigkeitsstrategien auszuarbeiten. Seitdem wird sie regelmäßig fortgeschrieben, wie zuletzt im Jahr 2025.

Die Strategie schlüsselt auf, wie Deutschland zur Umsetzung der 17 SDGs beiträgt. Mit der Fortschreibung der DNS im Jahr 2021 wurden zudem sechs Transformationsbereiche eingeführt, die jeweils mehrere SDGs bündeln. Diese Bereiche erachtet die Bundesregierung für die Umsetzung der Agenda 2030 als besonders relevant.

Das sind die sechs Transformationsbereiche: Menschliches Wohlbefinden und Fähigkeiten sowie soziale Gerechtigkeit, Energiewende und Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft, nachhaltiges Bauen und Verkehrswende, nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme und schadstofffreie Umwelt.

Hier steht die aktuelle DNS zum Download: Link

Strategien der Bundesländer

Auch die Bundesländer orientieren sich in ihrer Nachhaltigkeitspolitik an den globalen Zielen und passen diese an ihre jeweiligen regionalen Besonderheiten an. So haben die meisten deutschen Bundesländer eigene Nachhaltigkeitsstrategien beschlossen – und dabei auf unterschiedliche Ansätze zurückgegriffen.

Strategien der Kommunen

Nachhaltigkeit wird dort konkret, wo Menschen leben: in Städten, Gemeinden und Kreisen. Kommunale Nachhaltigkeitsstrategien bringen das Handeln vor Ort mit den Zielen auf nationaler und globaler Ebene in Einklang. Wichtig zu wissen: Rund 65% der globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) können nur durch das Handeln der Kommunen umgesetzt werden!

Kommunen weltweit wurden bereits 1992 im Aktionsprogramm „Agenda 21“ der Vereinten Nationen dazu aufgefordert, im Dialog mit der Bevölkerung vor Ort ein lokales Handlungsprogramm für Nachhaltige Entwicklung, die Lokale Agenda 21, zu erarbeiten und umzusetzen – dies ist weltweit vielerorts geschehen. Als Nachfolgerin der Agenda 21 soll nun die 2015 verabschiedete Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit ihren 17 globalen Nachhaltigkeitszielen (SDGs) neben der nationalen und regionalen Ebene auch auf lokaler Ebene umgesetzt werden.

Und das aus gutem Grund: Die 169 Unterziele der 17 SDGs hängen in direkter oder indirekter Weise mit den täglichen Aufgaben der lokalen und regionalen Verwaltungen zusammen. Zusätzlich liegen in Deutschland bei wichtigen Bereichen Nachhaltiger Entwicklung Rechtssetzungs- bzw. Durchsetzungskompetenzen bei den Ländern und Kommunen. Dem folgend bringen integrierte kommunale Nachhaltigkeitsstrategien kommunales Handeln mit den Strategien übergeordneter Ebenen in Einklang, was der kontinuierlichen Steuerung von Kommunalpolitik und -verwaltung im Sinne einer Nachhaltigen Entwicklung dient.

Als Ergänzung zu Strategien können Nachhaltigkeitsberichte, Nachhaltigkeitschecks und Nachhaltigkeitshaushalte das kommunale Nachhaltigkeitsmanagement stärken.

Mehr verstehen

Broschüre

Was macht eine gute Nachhaltigkeitsstrategie aus?

Worauf es bei der Entwicklung und Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien ankommt und was Erfolgsbeispiele ausmacht, zeigt diese Broschüre.

Broschüre

Bausteine zur Stärkung der Nachhaltigkeitspolitik

Im Fokus stehen Ansätze, die Nachhaltigkeitspolitik auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene gestalten – inklusive konkreter Beispiele.

Broschüre

Die 169 Unterziele im Einzelnen

Die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN (SDGs) werden durch insgesamt 169 Unterziele ergänzt und konkretisiert. Einen kompakten Überblick bietet diese Broschüre.

Flyer

Die 17 SDGs kurz vorgestellt

Die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals; SDGs) und die Kernbotschaften der Agenda 2030 kurz und bündig erklärt.

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>> Einfach erklärt (Deutsch)

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Weitere informative Materialien rund um Nachhaltigkeit finden sich hier: